Kassette

Ja – wir sind mitten drinnen in der „Maaama – Paaapa – Musik hören!“-Phase. Und genau in der Phase, wo Kinderlieder eine enorme Wichtigkeit für Little S haben, fräsen sich so manche Lieder unausweichlich in unser Gehirn.

Ohrwurm, der

Laut Wikipedia und Co sind Ohrwürmer immer dann für uns am leichtesten zu empfangen, wenn das Arbeitsgedächtnis wenig bis gar nicht ausgelastet ist. Zum Beispiel bei Routinearbeiten oder auch wenn man spazieren geht. Gerade bei uns ist das natürlich relativ leicht zu erklären. Wenn Little S in seine Musikwelt eintaucht ist das meistens ein Moment, wo Mrs. S und ich ein bisschen abschalten – somit ist das „Arbeitsgedächtnis“ heruntergefahren und somit auch empfänglich für „tut tut eins zwei drei“….ähhm für Ohrwürmer…
Los kriegt man die Dinger laut ein paar Studien durch Rätsel wie Sudoku. Also merke: wenn Little S seine Musik hören will, parallel dazu Rätsel lösen 🙂

Kinderlieder

Kinderlieder mit „Ohrwurmgefahr“

Kinderlieder sind ja bekannt dafür vom Charakter eher eingängig zu sein. Das bestätigt auch Wikipedia mit dem Satz

Ohrwurm ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein eingängiges, leicht merkbares Musikstück, das dem Hörer für einen längeren Zeitraum in Erinnerung bleibt und einen hohen akustischen Wiedererkennungs- und Reproduktionswert besitzt.“

Ich will jetzt nicht alle Kinderlieder verdammen oder ähnliches, aber es gibt schon ein paar in der Liste, die mich seit Wochen in meinem Kopf als Dauerschleife begleiten – da hilft nicht mal mehr Sudoku!

Platz 5 – Ohrwürmer des Grauens

„Ich habe einen kleinen Papagei – PAPAGEI“ – sehr früh nach dem Aufstehen kann es passieren, dass dieses Lied durch unsere Wohnung schallt. Little S ist begeistert von Coco dem Papagei. Vor allem die letzten Worte „Hallo Coco!“ werden in einer Lautstärke geschrien, dass definitiv niemand bei uns im Wohnhaus einen Wecker braucht.

Platz 4 – Ohrwürmer des Grauens

Es gibt Momente, wo Eltern zu pädagogisch nicht so wertvollen Mitteln greifen. Diesen Ohrwurm haben wir, weil wir eine Motivation für Little S suchten, um das Zahnputz-Drama zu vermeiden. Da kam das Kikaninchen ins Spiel mit seinem wunderbaren Zi-Za-Zähnelied…aber es wirkt – weil Zähne putzen ist nicht schwer 🙂

Kinderlieder am Siegerpodest

Die ersten drei Plätze sind ganz klar unangefochten. Platz 5 und Platz 4 sind ja grundsätzlich noch recht erträglich – und helfen, wie das Zähneputzlied ja auch ein bisschen im notwendigen Alltag. Aber die Merkmale der „Sieger“ sind bei allen gleich. Textlich sind diese Lieder so aufgebaut, dass sie bereits beim ersten Mal hören so dermaßen tief im Gehirn verankert sind und vermutlich nie wieder aus dem Kopf verschwinden werden. Parallel dazu die Videos, die scheinbar das Unterbewusstsein des Kindes so eindringlich ansprechen, dass es kein zurück mehr gibt.

Einmal gehört und gesehen (das Problem vom Sehen von einem dieser Videos nehme ich ganz klar auf meine Kappe) und es gibt kein Entrinnen. Dabei hat mich ein Freund schon ein Jahr vorher gewarnt: „Kennst du das Traktorlied? Wenn nicht, sei froh und versuche es zu vermeiden!“ – leider habe ich diesen Ratschlag nicht vehement genug verfolgt.

Schwache Nerven? Dann hier aufhören zu lesen und vor allem nicht auf Play drücken!

Nur, dass niemand nachher sagen kann, ich hätte euch nicht gewarnt!

Platz 3 – das Ampellied

Platz 2 – das Autolied

Platz 1 – das Traktorlied

Gibt es keine anderen Kinderlieder?

Natürlich gibt es die – Unmengen davon. Und auch Little S hört sehr viele davon mit Begeisterung. Bei 95% der Kinderlieder nehme ich auch einen Ohrwurm dankend in Kauf. Im Moment bin ich gerade ein extrem großer Fan vom Leo-Lausemaus-Lied….aber das gibt es nicht auf Youtube, darum kann ich es euch auch nicht vorspielen.
Und dazu hab ich ja immer noch die Chance, jedes Kinderlied ein bisschen zu verändern, wie ich das ja schon ein paar Mal in meiner Rubrik „Kinderlieder dekonstruiert“ gemacht habe.

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
Die Vogelhochzeit
Backe, backe Kuchen
Was müssen das für Bäume sein

Und ihr so?

Was sind denn eure Ohrwürmer des „Grauens“ unter den Kinderliedern?
Lasst es mich wissen….

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